Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Thomas Steinke neuer Pastor für Gemeindeinnovation

Die Kirche macht sich frisch

Thomas Steinke wird in sein Amt als Pastor für Gemeindeinnovation eingeführt

Die Kirchenkreise Rotenburg und Bremervörde-Zeven wollen neue Formen von Gemeinde anstoßen und erproben. Dafür haben sie eine gemeinsame Stelle mit dem Titel „Gemeindeinnovation“ geschaffen und laden nun ein, Pastor Thomas Steinke in dieses neue Amt einzuführen. Der Gottesdienst findet statt am Donnerstag, 22. Februar, in der St. Dyonisius-Kirche, Kirchenweg 6, in Sittensen. Beginn ist um 18 Uhr. Beim anschließenden Empfang wird die Theologin und Künstlerin Christina Brudereck aus Essen den Anwesenden in einem Vortrag auf kurzweilige Art einen Eindruck davon geben, was mit „Gemeindeinnovation“ gemeint ist. Für diese Veranstaltung im Gemeindehaus in Sittensen wird um Anmeldung in der Superintendentur Rotenburg unter Telefon 04261/63039-10 oder Email sup.rotenburg@evlka.de gebeten.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Thomas Steinke für diese Aufgabe gewinnen konnten. Denn Fragen nach neuen, lebendigen Formen von Kirche haben ihn schon immer sehr bewegt“, sagt Susanne Briese, Superintendentin des Kirchenkreises Rotenburg. Sie wird den Einführungsgottesdienst zusammen mit ihrem Kollegen aus Bremervörde-Zeven, Wilhelm Helmers, leiten. Steinke war bereits viele Jahre im Kirchenkreis Rotenburg Vorsitzender des Innovationsausschusses. Ihn beschäftigen fundamentale Fragen wie: Wozu ist Kirche da? Wo finden wir Kirche? Wo kommen wir her und woher bekommen wir unsere Kraft?

„Meine Aufgabe wird es sein, Menschen zu unterstützen, die diese grundsätzlichen Fragen für sich noch einmal ganz neu klären wollen. Und die sich dann aufmachen zu Menschen, die noch keinen Bezug zu Kirche und Gemeinde haben oder diesen im Laufe der Zeit verloren haben. Mit ihnen gemeinsam nach lebensrelevanten Formen von Kirche zu suchen, darum geht es“, sagt der Theologe aus Fintel. Was er damit meint, verdeutlicht er durch das Bild der „Fluss-Kirche“ im Unterschied zur „See-Kirche“. Die See-Kirche ist die Jahrhunderte alte und etablierte Form von Kirche, wie sie in Deutschland heute hauptsächlich praktiziert wird. Das sind dicke Kirchenmauern, Sonntagsgottesdienste und Angebote im Gemeindehaus. „Diese Kirche hat Tiefe und Beständigkeit wie ein See. Sie ist erkennbar an den unverwechselbaren Kirchtürmen“, sagt Steinke. „Doch die Formen, die hinter den alten Mauern gelebt werden, sindin einer vielfältigen Gesellschaft längst nicht für alle passend“, weiß der Theologe.

„Ein See, dem die Zu- und Abflüsse fehlen, der vermodert“, ist Steinke überzeugt. Deshalb brauche es neben der „See-Kirche“ auch die „Fluss-Kirche“, die sich weit verzweigt und vielfältig wie Flüsse und Nebenflüsse in die weite Landschaft zieht. „Wir müssen wieder hinaus zu den Menschen gehen, Kontakte knüpfen und neue und vielfältige Formen von Kirche finden.“ Dabei sei es nicht das Ziel, die Menschen zurück in die Mauern der „See-Kirche“ zu holen. Wichtig dabei ist es Steinke zu betonen, dass beide Formen von Kirche nebeneinander existieren können und müssen. Aber neben der etablierten Kirche sollen sich an ganz neuen und unterschiedlichen Orten neue Formen entwickeln können. „Das könnte auch ein alter Bauernhof sein oder sogar ein Fitness-Center.“ Steinke kennt viele Beispiele, an denen neue Formen von Kirche bereits entstanden sind – in Deutschland, Europa und weltweit.

„Aber ich habe keine fertigen, flächendeckenden Lösungen parat, denn so funktioniert das Leben nicht. Dafür sind die gesellschaftlichen Verhältnisse heute zu unterschiedlich.“ Steinke möchte Interessierte dafür sensibilisieren, in ihrem Lebensumfeld Kirche neu zu denken und zu entdecken. Dazu kann er Beratungen und Workshops anbieten. „Ich freue mich auf alle Begegnungen und bin gespannt, was sich in den etablierten Gemeinden weiter entwickeln oder vielleicht auch darüber hinaus entstehen wird. Das ist ein inhaltlicher und letztlich offener geistlicher Prozess.“ Für weitere Fragen steht Thomas Steinke zur Verfügung unter Telefon: 05193/9662586 und Email: thomas.steinke@gmx.de. Zur Zeit ist er viel unterwegs, um in allen beteiligten 35 Kirchengemeinden erste Kontakte zu knüpfen.

 

DATUM

12. Februar 2018

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Pastor Thomas Steinke möchte mit Interessierten aus der Kirchentür treten und neu die Begegnung mit Menschen aus dem eigenen Umfeld suchen.
Pastor Thomas Steinke möchte mit Interessierten aus der Kirchentür treten und neu die Begegnung mit Menschen aus dem eigenen Umfeld suchen.
Pastor Thomas Steinke möchte mit Interessierten aus der Kirchentür treten und neu die Begegnung mit Menschen aus dem eigenen Umfeld suchen.

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Thomas Steinke

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Mission, Ökumene und Partnerschaft
Thomas
Steinke
Pastor für Gemeindeinnovation in den Kirchenkreisen Rotenburg und Bremervörde-Zeven
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