Brot für die Welt

Eine ungewöhnliche Kooperation ist der Kirchenkreis Rotenburg mit dem evangelischen Entwicklungsdienst „Brot für die Welt“ eingegangen. Die 16 Kirchengemeinden des Kirchenkreises haben zugesagt, ein von „Brot-für-die-Welt“ ausgewähltes Projekt in Peru über drei Jahre allein zu sichern. Zusätzlich zu Einzelspenden werden alle Kollekten der Weihnachtsgottesdienste im Zeitraum 2012 bis 2014 für diesen Zweck erbeten.

Es ist etwas in Gang gekommen!

Entwicklungsarbeit in Peru - unterstützt von Brot für die Welt und dem Kirchenkreis Rotenburg

In der Weihnachtszeit 2014 geht das besondere „Brot-für-die-Welt“-Projekt des Kirchenkreises Rotenburg in die dritte und letzte Runde. Helfen Sie mit, ein ehrgeiziges Ziel zu erreichen: Die 16 Kirchengemeinden haben vereinbart und zugesagt, ein Projekt in Peru über drei Jahre allein zu sichern. Insgesamt sollen in drei Jahren 165.000 Euro zusammenkommen – das sind 55.000 Euro pro Jahr. Bisher verlief die Aktion überaus positiv. Im ersten Jahr wurden 56.000 Euro gesammelt, im zweiten Jahr sogar mehr als 68.100 Euro. Es lohnt die Anstrengung, denn die Nachrichten aus Apurimac und den angrenzenden Regionen sind ermutigend:

Die aktuellen Programmschwerpunkte sind nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssouveränität, Gesundheit und Ernährung, Ressourcen- und Umweltschutz sowie Bürgerrechte und Teilhabe. Dafür wurden 145 Promotor/Innen in ausgebildet, 60 weitere befinden sich momentan in Kursen. Ein Ausbildungszyklus dauert anderthalb Jahre, danach übernehmen die Promotor/Innen ihre beratende Tätigkeit.

150 Ökobauern und -bäuerinnen haben ein Öko-Zertifikat erworben, dessen Standards von den Bauern garantiert werden. Das Zertifikat wird inzwischen von der Regierung anerkannt. 16 Kleinbauernverbände aus Puno, Cuzco und Apurimac haben sich in dem Lobbynetzwerk RIPASSA zusammengeschlossen und versuchen so Einfluss auf die öffentliche Politik zu nehmen. In Apurimac ist ein regionaler Rat von Produzenten gegründet worden.

In Pacsica und Amoca unterstützen die Promotor/Innen die Bevölkerung beim Ökoanbau von Grundnahrungsmitteln wie Mais, Bohnen, Gemüse, Obst und Früchten. Sie vermitteln die Technik brennstoffsparender Kochstellen und schulen in Haushaltshygiene. 13 Frauen haben sich zusammengeschlossen, um sehr erfolgreich Meerschweinchen zu züchten und lokal zu vermarkten. Kochrezepte und Kochwettbewerbe fördern den Absatz. Eine neu gegründete Assoziation von Obstbauern stellt Fruchtmarmelade aus Orangen und Chirimoyas her. Eine neugegründete Genossenschaft produziert und vermarktet Avocados.

In Yanaca unterstützt das kommunale Büro für wirtschaftliche Entwicklung öko-produktive Aktivitäten der Dorfbewohner/Innen durch Organisationsberatung, wassersparende Bewässerung, Gründung einer Baumschule, Verbesserung der Transportwege. Es gibt es Produzentenzusammenschlüsse für Meerschweinchen, Rinderzucht/Milch/Joghurt, Obstanbau/Früchte, Bienenzucht/Honig und Heilpflanzen. Zusammenschlüsse für Mais und Fischzucht sollen hinzukommen.

Auf Grund der jahrelangen Bewusstseinsarbeit haben die Menschen sich organisiert und sogar erreicht, dass eine Mine, die das Flusswasser stark verunreinigte, geschlossen wurde. Der Ökolandbau ist als Lebensperspektive attraktiv geworden.

Wir bitten im Kirchenkreis Rotenburg erneut um Ihre Spenden in den Advents- und Weihnachtsgottesdiensten. Auch Überweisungen auf das Spendenkonto des Kirchenkreises mit dem Vermerk „Brot für die Welt“ sind möglich.

Kirchenamt in Verden – Sparkasse Rotenburg – Konto 148 668 - BLZ 241 512 35

 

Eine tolle Bilanz

„Ich bin überwältigt!“ Das war die Reaktion von Werner Hagedorn auf das Ergebnis der Spendenaktion 2013 von Brot für die Welt im Kirchenkreis Rotenburg. Es lag mit 68.170,31 Euro mehr als 10.000 Euro über dem Aufkommen des Vorjahres. „Damit haben wir das Ziel für die Spendenzusage für das zweite Jahr unserer Aktion weit übertroffen“, sagt der erst kürzlich in Ruhestand gegangene Rotenburger Pastor, der gleichzeitig Beauftragter für Brot für die Welt im Kirchenkreis Rotenburg war.

Vor zwei Jahren hatten die 16 Kirchengemeinden zwischen Böhme und Wümme mit dem evangelischen Entwicklungsdienst Brot für die Welt eine ungewöhnliche Vereinbarung getroffen. Sie hatten zugesagt, ein ausgewähltes, konkretes Projekt in Peru über drei Jahre allein zu sichern. Die Hilfsgelder fließen seither in ein Landwirtschaftsprojekt in der Region Apurimac. Die Landbevölkerung wird dort so gefördert und geschult, dass die Familien von ihrer Arbeit in der Landwirtschaft leben und ihre Lebensgrundlage selbst sichern können. Der Kirchenkreis Rotenburg will in den drei Jahren ein Spendenaufkommen von mindestens 165.000 Euro zusammenbringen.

„Der Bezug zu einer konkreten Not hat die Menschen zum Spenden bewegt, weil sie erleben konnten, dass Veränderungen erreicht wurden. So kann ich mir den Erfolg erklären“, sagt Superintendent Hans-Peter Daub. Er freut sich darüber, dass die Anstrengungen der Kirchengemeinden erfolgreich waren. Sie berichteten in den Gemeindebriefen und mit Flyern über den Fortschritt des Projektes und informierten die Besucher in den Weihnachtsgottesdiensten. Pastor Hagedorn hatte mit einem Team Kontakt in das Gebiet Apurimac aufgebaut. Landwirte und Projektleiter von dort berichteten über Fortschritte, und Kinder malten Bilder aus ihrem Alltag in den peruanischen Anden.

„Die Menschen im Kirchenkreis haben ein Bewusstsein dafür, dass die Not in den Anden nicht selbst verschuldet ist, sondern mit Weltwirtschaftsbedingungen und dem Klimawandel unmittelbar zusammenhängen“, sagt Daub. „Sie befürworten und unterstützen die Anstrengungen von Brot für die Welt, traditionelle Lebensräume für zukünftige Generationen zu erhalten und eine Stadtflucht zu verhindern.“

Hagedorn wird sich noch eine gewisse Zeit weiter um den Kontakt nach Peru bemühen, bis ein neuer Beauftragter für Brot für die Welt im Kirchenkreis gefunden ist. „Ich werde gleich einen freudigen Brief nach Peru schreiben, vom überragenden Spendenergebnis berichten und um weitere Texte und Bilder von dort bitten.“

 

 

Grüße aus Apurimac

Das „Brot-für-die-Welt“-Projekt startet in die zweite Etappe

In der Weihnachtszeit 2013 geht das besondere „Brot-für-die-Welt“-Projekt im Kirchenkreis Rotenburg in die zweite Runde. Die 16 Kirchengemeinden hatten vereinbart und zugesagt, ein Projekt in Peru über drei Jahre allein zu sichern. Das Ziel ist ehrgeizig: Insgesamt sollen in drei Jahren 165.000 Euro zusammenkommen – das sind 55.000 Euro pro Jahr. Im ersten Jahr wurden 56.000 Euro gesammelt.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir auch dieses Mal wieder unser gestecktes Ziel erreichen werden“, sagt Werner Hagedorn. Der Pastor der Rotenburger Auferstehungsgemeinde ist Kirchenkreis-Beauftragter für die „Brot für die Welt“-Aktionen. Er hält mit einer kleinen Gruppe Interessierter den Kontakt in die Region Apurimac in den peruanischen Anden. Die Landbevölkerung wird dort so gefördert und geschult, dass die Familien von ihrer Arbeit in der Landwirtschaft leben und ihre Lebensgrundlage selbst sichern können.

„Und es geht vorwärts“, freut sich Hagedorn. Inzwischen ist ein kleiner Informationsaustausch zwischen dem Kirchenkreis Rotenburg und Apurimac zustande gekommen. Daraus ist zu erfahren, dass die massive Unterernährung der Kinder deutlich zurückgegangen ist, weil die Menschen lernen, die Dinge selbst anzubauen, die sie zum Leben benötigen. Einheimische Berater suchen mit den Bauernfamilien nach geeigneten Techniken für den Ackerbau und entdecken mit ihnen alte, widerstandsfähige Fruchtsorten neu. Auch das Zusammenleben verändert sich durch den Einsatz der Berater vor Ort. Sie schulen die Menschen, damit sie ihre Rechte kennenlernen und damit beginnen, gemeinsam ihre Interessen zu vertreten. Das betrifft in besonderem Maße auch die Frauen. Sie sind dabei, sich einen Platz in der Gesellschaft zu erarbeiten. Es ist inzwischen beispielsweise nicht mehr so ungewöhnlich, wenn sie im Gemeinderat mitarbeiten. Auch erzielen sie eigene Einkünfte durch die Herstellung von Marmelade, den Anbau von Gemüse oder das Züchten von Meerschweinchen zur Fleischgewinnung. Zur Vermarktung ihrer Produkte haben die Bauern lokale Märkte gegründet.

Die Menschen in Apurimac sind dankbar. Das zeigt ein Brief von Marcela Torizante Tumba an den Kirchenkreis. Auch haben Kinder eines Kindergartens Bilder für die Kinder im Kirchenkreis Rotenburg gemalt.

Diese Erfolge sind alle nur erste Schritte. Denn noch hat die Hilfe viele Dörfer in der Region Apurimac nicht erreicht. Die Dörfer liegen abgeschieden und oft schwer erreichbar in den peruanischen Anden. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Berater ihre Arbeit abschließen können. „Doch wir freuen uns sehr, diese vielen positiven Beispiele aus Apurimac kennengelernt zu haben und hoffen, dass wir auch in diesem Jahr das gesteckte Ziel an Spendenzusage erreichen werden“, sagt Hagedorn.

 

Weitere Artikel zur Brot-für-die-Welt-Aktion des Kirchenkreises Rotenburg finden Sie hier:

http://www.kirche-rotenburg.de/node/2195#meldungsanker

http://www.kirche-rotenburg.de/node/593#meldungsanker

 

BILDER (1)
In den entlegenen Dörfern von Apurimac haben die Menschen regionale Märkte gegründet.
In den entlegenen Dörfern von Apurimac haben die Menschen regionale Märkte gegründet.

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Werner Hagedorn

Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
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Werner
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WEITERE INFORMATIONEN

WEITERE INFORMATIONEN

Spendenkonto: Kirchenkreis Rotenburg
Sparkasse Rotenburg-Bremervörde

BLZ 241 512 35

Konto: 251 58 58 5

Stichwort “Brot für die Welt”