An den Wendepunkten des Lebens

Viele Menschen begegnen der Kirche - manchmal nach langer Zeit wieder - an den Wendepunkten des Lebens:

  • nach der Geburt eines Kindes, wenn sie ihr Kind taufen lassen möchten
  • die jungen Jugendlichen bei de Konfirmation, wenn sie die ersten Schritte Richtung Erwachsensein richten
  • Paare, wenn sie sich kirchlich trauen lassen wollen und so um Gottes Segen für einen spannenden Weg bitten
  • und schließlich, wenn wir verstorbene Glieder unserer Gemeinde zu Grabe tragen müssen.

 

Konfirmation

Im Konfirmandenunterricht stehen Fragen über den Sinn des Lebens, über das Erwachsenwerden und den christlichen Glauben im Mittelpunkt. Die Jugendlichen debattieren miteinander und sollen entdecken, was für ihr Leben wichtig ist.

In vielen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Rotenburg laufen zur Zeit verschiedene Konfirmandenmodelle. Einige sind schon recht etabliert, andere befinden sich erst am Anfang der Erprobung. Sie alle sind hautpsächlich entwickelt worden, um der veränderten Schul- und Freizeitrealität der Jugendlichen zu begegnen.

Konfirmandenunterricht in "B-K-V" (Region Brockel-Kirchwalsede-Visselhövede)

Der Konfirmandenunterricht in der Kirchengemeinde Brockel findet in enger Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden Visselhövede und Kirchwalsede statt. Genau genommen, war das "regionale KU-Modell" das erste Herzstück der mittlerweile ziemlich weit voran geschrittenen "Regionalisierung. Hier kann man am besten Erkennen, was sie eigentlich bringt: Es werden die großen Chancen des regionalen Miteinanders genutzt, ohne dabei die Identität und die Nähe zwischen den Menschen vor Ort und ihrer Kirchengemeinde aufzugeben.

Binnen eines Jahres werden je nach Jahrgang ca. 160 bis 190 Konfirmanden und Konfirmandinnen auf ihre Konfirmation vorbereitet. Dabei findet zunächst der Unterricht in fünf Unterrichtsblöcken vor Ort in der "Arche Brockel" statt, unserem Gemeindehaus in der Dorfstraße 4. Zu diesem Unterricht kommen drei Konfirmandenseminare, zu denen wir uns kurz vor den Sommerferien, in den Herbstferien und in den Zeugnisferien Anfang Ferbruar auf den Weg machen.Insgesamt ist es so möglich, innerhalb eines Jahres in mehr als 80 Unterrichtsstunden einen modernen, jugendgerechten Konfirmandenunterricht zu geben.

Ein wesentlicher Aspekt des Modells ist die Arbeit mit vielen jugendlichen Ehrenamtlichen. Diese werden in einem eigenen einjährigen Ausbildungskurs zu Jugendleiter/innen geschult und arbeiten dann ein bis drei Jahre aktiv und z. T. eigenverantwortlich im Konfirmandenunterricht mit.

Das im Jahr 2003 eingeführte Unterrichtsmodell zeigt heute tatsächlich jene Wirkung, die urpsrünglich beabsichtigt war: Die Kirchengemeinden der Region können sich nicht über den bekannten "Bruch" zwischen Konfirmandenunterricht und Jugendarbeit beklagen. Sie sehen dankbar, dass bei uns Jahr für Jahr die Hälfte aller "Konfis" nach der Konfirmation gern als Mitarbeiter der Jugendarbeit weitermachen möchte... So geben sich "Konfus" und Evangelische Jugend die Hand.

 

Konfirmandenunterricht in Scheeßel

 

Der Konfirmandenunterricht in der Kirchengemeinde Scheeßel gliedert sich in drei Blöcke.

Im ersten Block werden die Kinder zunächst sehr langsam an die Kirche herangeführt. Sie besuchen zwei spezielle Gottesdienste und nehmen an mindestens einer Veranstaltung teil, die ehrenamtliche Jugendliche für sie vorbereitet haben. Die Angebote sind in einem Heft zusammengefasst, bekannt als Pocket-Church. Dieser Block dauert ein halbes Jahr und nennt sich KU6, weil er sich an die Kinder der sechsten Klassen wendet.

Im Block KU7 lernen die Konfirmanden weitere Gottesdienstformen kennen und absolvieren ein Gemeindepraktikum. Dort erfahren sie mehr über einen einzelnen Bereich der Gemeinde. Sie können sich beispielsweise an der Planung und Durchführung des Adventsbasars beteiligen, an einem Kinderkirchentag für jüngere Kinder mitarbeiten, in die diakonische Altenpflegeeinrichtung Beekehaus hineinschnuppern oder einen Gottesdienst mit vorbereiten.
Wichtig ist bei all den Aktionen in den Blöcken I und II die Arbeit von ehrenamtlichen Jugendlichen. Sie begleiten Fahrten und organisieren Gottesdienste und Projektangebote. Die Konfirmanden sollen erleben, wie sich junge Menschen für die Kirche einsetzen und von ihrem Glauben erzählen.

Doch nicht nur das Erlebnis ist Bestandteil der Konfirmandenzeit. Es soll auch ein Basiswissen des christlichen Glaubens vermittelt werden. Deshalb werden im Block KU8 im wöchentlichen Konfirmandenunterricht Inhalte vermittelt, die sich mit Fragen des Glaubens, mit dem christlichen Weltbild und der Bedeutung kirchlicher Zeremonien, Handlungen und Veranstaltungen beschäftigen.

Weitere Fragen zum Konfirmandenmodell beantworten Ihnen gern die Pastorinnen und Pastoren aus der Kirchengemeinde Scheeßel.

der Kirchengemeinde Scheeßel gliedert sich in drei Blöcke.

Im ersten Block werden die Kinder zunächst sehr langsam an die Kirche herangeführt. Sie besuchen zwei spezielle Gottesdienste und nehmen an mindestens einer Veranstaltung teil, die ehrenamtliche Jugendliche für sie vorbereitet haben. Die Angebote sind in einem Heft zusammengefasst, bekannt als Pocket-Church. Dieser Block dauert ein halbes Jahr und nennt sich KU6, weil er sich an die Kinder der sechsten Klassen wendet.

Im Block KU7 lernen die Konfirmanden weitere Gottesdienstformen kennen und absolvieren ein Gemeindepraktikum. Dort erfahren sie mehr über einen einzelnen Bereich der Gemeinde. Sie können sich beispielsweise an der Planung und Durchführung des Adventsbasars beteiligen, an einem Kinderkirchentag für jüngere Kinder mitarbeiten, in die diakonische Altenpflegeeinrichtung Beekehaus hineinschnuppern oder einen Gottesdienst mit vorbereiten.
Wichtig ist bei all den Aktionen in den Blöcken I und II die Arbeit von ehrenamtlichen Jugendlichen. Sie begleiten Fahrten und organisieren Gottesdienste und Projektangebote. Die Konfirmanden sollen erleben, wie sich junge Menschen für die Kirche einsetzen und von ihrem Glauben erzählen.

Doch nicht nur das Erlebnis ist Bestandteil der Konfirmandenzeit. Es soll auch ein Basiswissen des christlichen Glaubens vermittelt werden. Deshalb werden im Block KU8 im wöchentlichen Konfirmandenunterricht Inhalte vermittelt, die sich mit Fragen des Glaubens, mit dem christlichen Weltbild und der Bedeutung kirchlicher Zeremonien, Handlungen und Veranstaltungen beschäftigen.

Weitere Fragen zum Konfirmandenmodell beantworten Ihnen gern die Pastorinnen und Pastoren aus der Kirchengemeinde Scheeßel.

 

Konfirmandenunterricht in Fintel

Vorkonfirmandenunterricht in der vierten Klasse (KU-4)

Nach dem neuen Unterrichtsmodell beginnen die Kinder mit dem Vorkonfirmandenunterricht, wenn sie in die 4. Klasse kommen. Für den Unterricht mit Kindern in diesem Alter sprechen mehrere Gründe, z.B. folgende:

In den letzten Jahrzehnten ist eine schwindende religiöse Sozialisation zu beobachten, d.h. dass Vorkenntnisse über den christlichen Glauben bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden geringer geworden sind.

In der Grundschulzeit sind Kinder zumeist stärker motivierbar, hören gerne Geschichten, beteiligen sich an kreativen Angeboten. Zudem sind sie freizeitmäßig und vor allem schulisch noch nicht ganz so stark eingebunden und gefordert wie in der 7. Klasse. Der für viele erste Kontakt mit Kirche erfolgt nicht mehr im schwierigen Pubertätsalter.

In dieses Unterrichtsmodell sind pro Jahr vier Elternteile einbezogen, die sich ihren Gaben entsprechend in den Unterricht mit einbringen. Der Unterricht wird gemeinsam mit ihnen vorbereitet und durchgeführt. Damit wird ein Stück der religiösen Erziehung wieder an die Familien rückgebunden und es ergeben sich vor allem für kreative Phasen durch eine größere Anzahl von Mitarbeiter/innen mehr Möglichkeiten.

Der Unterricht wird einmal in der Woche (im Moment dienstags von 15.00 – 16.30 Uhr) vom Pastor bzw. der Diakonin gemeinsam mit vier Müttern (bzw. Vätern) durchgeführt.

Die Kinder besuchen zweimal im Monat die Jungschar, die ihrem Alter entsprechende Angebote beinhaltet.

Drei- bis viermal gestalten sie im KU-4-Jahr Familiengottesdienste mit und erfahren so, dass sie Teil der Gemeinde sind. Besonders anschaulich und unmittelbar spürbar wird das in der Feier des Heiligen Abendmahls. Deshalb werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden nach einer entsprechenden Einführung im Unterricht zum Abendmahl zugelassen und in Begleitung ihrer Eltern zur Teilnahme an den Abendmahlsfeiern der Gemeinde eingeladen. Aus diesem Grund findet auch die Taufe noch nicht getaufter Konfirmandinnen und Konfirmanden, mit der sie in die Gemeinde aufgenommen werden, im KU-4-Jahr statt.

Zwischenzeit

Da die Kirchengemeinde es als ihre Aufgabe ansieht, die Konfirmandinnen und Konfirmanden gerade auch auf dem schwierigen Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten, findet das zweite Jahr des Unterrichts wie gewohnt in der 8. Klasse statt. In der Zwischenzeit halten die Kinder Kontakt zur Kirchengemeinde, indem sie an einzelnen altersgerechten Angeboten teilnehmen (wie z.B. Kindergottesdienst, Familiengottesdienste, Jungschar, Aktionstage) und andere Gemeindegruppen besuchen. Dieses gestreckte Gemeindepraktikum wird auf jährlichen "Punktekarten" dokumentiert und auf die Gesamt-Unterrichtszeit angerechnet.

Hauptkonfirmandenunterricht in der achten Klasse (KU-8)

Auch das zweite Jahr wurde umstrukturiert: Der Hauptkonfirmandenunterricht wird nicht mehr mit wöchentlich einer Stunde erteilt, sondern an neun Konfirmandentagen jeweils einmal im Monat durchgeführt (samstags, 9 – 13 Uhr). Einige Gründe für dieses Modell:

Der Unterricht kann wesentlich ganzheitlicher, d.h. erlebnisorientierter gestaltet werden. Durch die längere Zeit am Stück sind ganz andere Unterrichtsmethoden möglich, die z.B. auf Freizeiten erprobt sind und gut ankommen.

Die Motivation bei einer Stunde wöchentlichem Unterricht im Anschluss an den vormittäglichen Schulunterricht ist häufig sehr gering.

Durch die Einbeziehung jugendlicher Mitarbeiter/innen ist ein Bezug zur gemeindlichen Jugendarbeit hergestellt.

Außerdem besteht dadurch die Möglichkeit, in kleineren Gruppen zu arbeiten.

Zu Beginn des KU-8-Jahres findet eine mehrtägige Freizeit statt, über die vorher an einem Elternabend näher informiert wird.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden nehmen in diesem Jahr mindestens zweimal im Monat an den Gottesdiensten der Gemeinde teil, um damit vertraut zu werden, wie wir gemeinsam Gottes Gegenwart feiern können.

Mit Gottes Segen weitergehen – Konfirmation

In der Schlussphase der Konfirmandenzeit findet ein Abschlussgespräch statt, in dem die wesentlichen Inhalte des Unterrichts aufgegriffen werden. Außerdem gestalten die Konfirmandinnen und Konfirmanden einen Gottesdienst mit und stellen sich so der Gemeinde vor (Vorstellungsgottesdienst). Im Konfirmationsgottesdienst wird ihnen der Segen Gottes für ihren weiteren Weg zugesprochen. Diese Gewissheit soll sie begleiten: Jesus Christus ist immer für uns da; er geht mit!

 

Neues Konfirmandenmodell in der Region Rotenburg (Auferstehung, Michael, Stadtkirche)

Ab Sommer 2014 wird der Konfirmandenunterricht auf nur ein Konfirmandenjahr umsgestellt. Der Unterricht beginnt dann in der Pfingstzeit und endet mit der Konfirmation im folgenden Jahr im Mai. Die übliche Einteilung in Vor - und Hauptkonfirmandenunterricht wird es nicht mehr geben.

Der KU4-Unterricht wird daneben weiterhin auf freiwilliger Basis angeboten.