Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Zusammenarbeit mit vielen Möglichkeiten

Regionalisierung zwischen den Gemeinden auf dem Prüfstand

16 Kirchengemeinden gibt es im Kirchenkreis Rotenburg. Jede ist rechtlich eine selbstständige Körperschaft und doch gibt es eine rege Zusammenarbeit zwischen einzelnen Gemeinden. „Die verstärkt sich seit Jahren immer mehr, denn nur so können wir trotz reduzierter Stellen auch in Zukunft arbeitsfähig bleiben“, sagt Haike Gleede, Pastorin in der Kirchengemeinde Horstedt. Regionalisierung ist hierfür das Stichwort. Die Hannoversche Landeskirche hat bereits vor vielen Jahren dazu Möglichkeiten eingeräumt.

Jetzt trafen sich Vertreter aus den Gemeinden des Kirchenkreises Rotenburg zu einem Workshop, um darüber nachzudenken, welche Kooperationen inzwischen gut funktionieren, aber auch, wo es Probleme gibt. „Kirche wird sich so stark verändern, dass es mehr Zusammenarbeit geben wird. Das ist meine Prognose“, sagt Martin Specht von der Arbeitsstelle Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung des Hauses kirchlicher Dienste in der Landeskirche Hannovers. Zusammen mit Elke Hartebrodt-Schwier leitete er den Workshop in der Auferstehungsgemeinde in Rotenburg. Dabei bestätigten die Referenten den Anwesenden, dass im Kirchenkreis Rotenburg die Regionalisierung bereits recht weit fortgeschritten sei.

Immer drei oder vier benachbarte Kirchengemeinden arbeiten als eine Kirchenregion in verschiedenen Bereichen zusammen. Die Gestaltung eines gemeinsamen Gemeindebriefes hat sich vielerorts bewährt und auch in der Konfirmanden- und Jugendarbeit gibt es tragfähige Modelle der Zusammenarbeit. Darüber hinaus werden Gottesdienste zusammen gefeiert und die Pastoren einer Region vertreten sich gegenseitig.

Die Teilnehmenden des Workshops stellten im Gespräch fest, dass sie sehr unterschiedlich weit auf dem Weg der Regionalisierung unterwegs sind. Am weitesten fortgeschritten sind die Regionen Rotenburg und Brockel-Kirchwalsede-Visselhövede (BKV). Sie haben jeweils einen Kirchengemeindeverband gegründet, um auf feste Strukturen für die Verteilung von Aufgaben auf regionaler Ebene zurückgreifen zu können.

Specht und Hartebrodt-Schwier stellten weitere Formen der Zusammenarbeit vor. Sie reichen von einer losen pfarramtlichen Verbindung über eine Arbeitsgemeinschaft, eine Gesamtkirchengemeinde bis hin zur Fusion. „In der Landeskirche Hannovers ist vieles möglich“, sagt Specht.

Jede Kirchenregion im Kirchenkreis Rotenburg muss für sich selbst entscheiden, welche Struktur die passende ist. „Wichtig ist dabei, dass sie nicht eine zusätzliche Arbeitsbelastung bedeutet, sondern eine Entlastung für die Kirchengemeinden ist“, sagt Pastorin Gleede. „Es wird bei der Regionalisierung auch weiterhin darauf ankommen, eine gute Balance zwischen der Ortsgemeinde und der Kirchenregion zu finden.“ Der Workshop war ein wichtiger Baustein auf diesem Weg.

 

DATUM

10. April 2018

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Vertreter aus den Gemeinden im Kirchenkreis Rotenburg haben sich mit den Referenten Martin Specht (von links) und Elke Hartebrodt-Schwier über Wege der Zusammenarbeit ausgetauscht
Vertreter aus den Gemeinden im Kirchenkreis Rotenburg haben sich mit den Referenten Martin Specht (von links) und Elke Hartebrodt-Schwier über Wege der Zusammenarbeit ausgetauscht
Vertreter aus den Gemeinden im Kirchenkreis Rotenburg haben sich mit den Referenten Martin Specht (von links) und Elke Hartebrodt-Schwier über Wege der Zusammenarbeit ausgetauscht