Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Kirchenkreistag: Kantor Schumacher stellt sich vor

Von Klassik bis Avantgarde

Kirchenkreis Rotenburg: Kantor Simon Schumacher kommt mit vielen Ideen

Mit Marzipan für alle Anwesenden hat sich der neue Kreiskantor und Kantor der Stadtkirche Rotenburg, Simon Schumacher, den Delegierten im Kirchenkreistag vorgestellt. Am 16. März wechselt der Kirchenmusiker nach guten fünf Jahren Dienst in Lübeck an die Wümme. Neben der Arbeit in der Stadtkirche wird er sich als Kreiskantor auch für die Förderung der Kirchenmusik in den 16 Kirchengemeinden einsetzen. „Ich freue mich schon darauf, zu erfahren, was hier kirchenmusikalisch alles passiert“, sagt Schumacher.

Stilistisch ist die Bandbreite des Musikers groß. Bereits als Schüler engagierte er sich in den Jugendbands der Schule und der Kirchengemeinde. Privat läuft zur Entspannung auch mal N-Joy im Radio. Dennoch gehören Dieterich Buxtehude, Johann Sebastian Bach und César Franck zu seinen Lieblingskomponisten in der Kirchenmusik. Festgelegt ist er darauf aber nicht. „Kirchenmusik ist für mich alles – egal in welchem Stil wir Gott lobpreisen.“ Auf der Orgel liebt er sowohl die klassischen als auch die avantgardistischen Formen.

Aufgewachsen ist Schumacher in Nordhessen. Dort hat er seine Liebe zum Orgelspiel entdeckt. „Es brauchte ein halbes Jahr, dann war ich komplett angesteckt“, erinnert er sich. Nach Abitur und Zivildienst entschied sich der begabte Orgelschüler dann für das Kirchenmusikstudium. Das absolvierte er in Lübeck und Prag mit dem Abschluss „Diplom Kirchenmusik A“. Seine erste Kantorenstelle fand er gleich in Lübeck. Es war eine Zweidrittel-Stelle. Sie verschaffte ihm den Freiraum, noch ein berufsbegleitendes Studium in Orgelimprovisation anzuschließen. „Das war ein Traum, den ich mir unbedingt noch erfüllen wollte“, sagt Schumacher. Das Studium fand in Detmold statt, und so pendelte der junge Kantor jede Woche die rund 350 Kilometer von Lübeck in das Zentrum von Ostwestfalen-Lippe. Nach zweieinhalb Jahren schloss er erfolgreich mit dem „Master of Music Orgelimprovisation“ ab. Ansonsten nutzte er seine freie Zeit durch die reduzierte Kantorenstelle als Freiberufler – als Dozent, Orchestermusiker und Solokünstler.

Wenn der Kantor über seine Arbeit spricht, ist ihm gleich anzumerken, dass er für die Kirchenmusik und das Orgelspiel brennt. Wer Simon Schumacher erleben möchte, hat dazu Gelegenheit bei seinem ersten Konzert im Kirchenkreis Rotenburg. Am Mittwoch, 21. März, spielt er in der Stadtkirche Rotenburg aus Anlass von Bachs Geburtstag an der Klais-Orgel Werke von Bach und eine improvisierte Sinfonie über Themen aus dessen Matthäus-Passion. Die Veranstaltung dauert etwa eine halbe Stunde, der Eintritt ist frei.

 

"Wir sehen uns in unserer Familie Kirche immer wieder“

Kirchenkreistag Rotenburg: Superintendentin Susanne Briese hält letzten Ephoralbericht

„Ich bin gerne für Sie Superintendentin gewesen.“ Auf der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistags im Gemeindehaus der Rotenburger Stadtkirchengemeinde verabschiedete sich Superintendentin Susanne Briese von den Delegierten aus den 16 Kirchengemeinden. In ihrem Ephoralbericht ging die Theologin auf die Entwicklungen der vergangenen drei Jahre ein, in denen sie im Kirchenkreis Rotenburg Dienst tat.

„Ich blicke zurück auf eine gute Zeit“, bilanzierte Briese und sagte herzlichen Dank für die vielen Begegnungen und Gespräche, die gemeinsamen Beratungen und das große Engagement aller Beteiligten in den Kirchengemeinden des Kirchenkreises Rotenburg. Als besonders geglückt hob sie hervor, dass im Diakonischen Werk Rotenburg alle offenen Stellen inklusive der der Geschäftsführung wieder gut besetzt werden konnten. Die Beratungseinrichtung befindet sich in Trägerschaft des Kirchenkreises. Insbesondere durch Ruhestände waren dort viele Posten neu zu besetzen, beispielsweise die Kirchenkreissozialarbeit und der Jugendmigrationsdienst. Ebenfalls freute sich die Superintendentin, dass im Kirchenkreis Rotenburg im Vergleich zu anderen Kirchenkreisen wenig Wechsel in den Pfarrstellen zu verzeichnen seien. Wichtige Hilfestellungen für die Kirchengemeinden erhofft sie sich durch die neue Stelle des Gebäudemanagers im Kirchenamt Verden und die Stelle der Fundraiserin.

Als letzte Personalie nannte Briese die Stelle der Ehrenamtskoordination, die zur Zeit neu besetzt wird. „In diesem Bereich hat unser Kirchenkreis bereits seit zwölf Jahren ein breites System aufgebaut, das landeskirchenweit Beachtung findet“, sagte sie. Briese hatte mit Ehrenamtlichen daran gearbeitet, das Konzept an veränderte Bedarfe anzupassen.

Ebenfalls als bemerkenswert im Kirchenkreis Rotenburg hob die Superintendentin die Arbeit an den Grundstandards hervor, mit denen sich der Kirchenkreistag inhaltliche Schwerpunkte gesteckt hat. Zu ihnen zählen beispielsweise Kirchenmusik, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder Diakonie. „Sie sind nicht nur Papier, sondern werden in den Ausschüssen aktiv angeschaut, um festzustellen, ob, wo und warum es in der Umsetzung vielleicht noch Probleme gibt.“

Weiterhin warf Briese einen Blick zurück auf das Reformationsjubiläum, das sie zusammen mit vielen, meist ehrenamtlichen Aktiven erarbeitet hatte. „Die Angebote waren vielfältig und spannend. Wir hatten zum Ziel, ein Programm zu erstellen, das uns selber Spaß machen würde.“ Besonders freute sie sich auch über die Arbeit im Forum Diakonie, aus dem ein Fachtag Demenz entwickelt wurde. „Das sich daraus der Verein Rotenburger DemenzNetz gegründet hat, ist großartig. Denn da gibt es einen großen Bedarf.“

Die Theologin hatte sich ihren Entschluss, den Kirchenkreis Rotenburg zu verlassen, nicht leicht gemacht. Eine Erkrankung stand im Mittelpunkt ihrer Entscheidung. „Ich habe noch einmal neu und anders über mein eigenes Leben nachgedacht.“ Am Ostermontag, 2. April, findet der Abschiedsgottesdienst um 15 Uhr in der Stadtkirche Rotenburg mit anschließendem Empfang im Gemeindehaus statt, zu dem alle Interessierte eingeladen sind. Anschließend wird Briese als Landespastorin für Ehrenamtliche im Haus Kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannovers arbeiten. „Aber das Gute ist, dass wir uns in unserer Familie Kirche immer wiedersehen.“

Hartmut Ladwig, Vorsitzender des Kirchenkreistags, verabschiedet Susanne Briese aus dem Gremium

 

"Gut, dass da Bewegung drin ist“

Kirchenkreis Rotenburg: Neuer Gebäudemanager unterstützt Kirchengemeinden

„Ich möchte Sie ermuntern, mutig Veränderungen anzugehen.“ Das war der Appell von Kai Oevermann an die Delegierten des Kirchenkreistags Rotenburg auf ihrer jüngsten Sitzung in Rotenburg. Der 45-jährige Diplom-Ingenieur und Architekt stellte sich dem Gremium in seiner Eigenschaft als Gebäudemanager für den Kirchenkreis vor.

Er ist angestellt im Kirchenamt Verden, wo er diese Tätigkeit bereits für die Kirchenkreise Osterholz-Scharmbek und Verden ausübt. Die 16 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Rotenburg unterhalten zahlreiche Gebäude, die in Alter, Größe und Erhaltungszustand sehr unterschiedlich sind. Den Großteil davon machen Pfarr- und Gemeindehäuser aus. Auch Kitas und Diakoniesozialstationen sind darunter. Die Kirchenvorstände habe die Aufgabe, die Gebäude vor Ort instand zu halten und gute Konzepte für ihre Nutzung zu erarbeiten. Hier und da ist es dann nötig, auch mal ein Gebäude aufzugeben oder die Nutzung zu überdenken.

Dabei hilft Oevermann. Er berät und begleitet die Kirchengemeinden bei dieser Arbeit, und er kennt mögliche Fördertöpfe, beispielsweise für einen barrierefreien Umbau oder energetische Sanierung. Zu vielen Kirchengemeinden hat er bereits Kontakt aufgenommen und erste Begehungen vor Ort gehabt. „Es gibt eine ganze Reihe von Überlegungen, etwa Gemeindehäuser umzugestalten oder sogar ein ganzes Kirchenareal neu zu überdenken. Ich finde es gut, dass da Bewegung drin ist“, sagt der Fachmann. Was allerdings nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fällt, sind die 19 Kirchen im Kirchenkreis Rotenburg. „Für die ist nach wie vor das Amt für Bau und Kunstpflege zuständig“, erläutert der Fachmann.

Der Diplom-Ingenieur und Architekt Kai Oevermann stellt sein Wissen für die Kirchenvorstände zur Verfügung

DATUM

8. März 2018

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Kantor Simon Schumacher gibt sein erstes Konzert im Kirchenkreis am 21. März an der Rotenburger Klais-Orgel
Kantor Simon Schumacher gibt sein erstes Konzert im Kirchenkreis am 21. März an der Rotenburger Klais-Orgel
Kantor Simon Schumacher gibt sein erstes Konzert im Kirchenkreis am 21. März an der Rotenburger Klais-Orgel

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