Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Theologe mit zwei Berufen

Pastor Achim Blackstein arbeitet als Springer im Kirchenkreis Rotenburg

„Achim Blackstein bringt Kompetenzen mit, die wir nutzen können und gar nicht bezahlen müssen.“ Wenn Superintendentin Susanne Briese über den Pastor aus Neuenkirchen redet, merkt man ihr an, wie sehr sie sich freut, den 45-Jährigen in Diensten des Kirchenkreises Rotenburg zu wissen. Blackstein ist Springerkraft. Er besetzt Pastorenstellen in den 16 Kirchengemeinden zwischen Wümme und Böhme, in denen eine längere Vakanz besteht.

Zunächst war der Theologe für ein Jahr in Brockel tätig, bis dort nach dem Weggang von Pastorin Ina Jäckel Pastor Ralf Altebockwinkel als Gemeindepastor seinen Dienst antreten konnte. Anschließend half der „Springerpastor“ zwei Monate in der Stadtkirchengemeinde in Rotenburg aus. Seit Oktober ist er nun in der Finteler St.-Antonius-Kirchengemeinde tätig. Dort wechselte Pastor Thomas Steinke auf eine ganz neu geschaffene Stelle als Pastor für Gemeindeinnovation in den Kirchenkreisen Rotenburg und Bremervörde-Zeven.

„Die Herausforderung ist, sich relativ häufig auf immer wieder neue Arbeitsbedingungen einstellen zu müssen“, sagt Blackstein. Er war zunächst überrascht, wie verschieden die einzelnen Kirchengemeinden sind. „Sie unterscheiden sich beispielsweise erheblich in ihrem Selbstbewusstsein oder in dem Ausmaß ihres ehrenamtlichen Engagements.“

Blackstein hat sich die Springer-Stelle sehr bewusst ausgesucht.

„Für mich ist sie im Augenblick genau das Richtige“, sagt der Theologe, der für den Kirchenkreis Rotenburg eine halbe Stelle bekleidet. Zusätzlich geht er noch einem zweiten Beruf nach. Blackstein ist selbstständiger Heilpraktiker für Psychotherapie, Coach und Entspannungspädagoge. In seinem Haus in Neuenkirchen hat er sich eine kleine Praxis eingerichtet. „Beides lässt sich sehr gut miteinander verbinden“, sagt der Fachmann, der sowohl christliche als auch psychologische Orientierungshilfe geben kann.

Einen seiner Berufe aufzugeben, käme für ihn nicht infrage: „Mir macht beides Spaß.“ Zur Psychotherapie kam Blackstein durch seine Arbeit als Pastor. „Seelsorge war immer mein Steckenpferd. Man kann es auch an meinen Predigten merken, dass mir das wichtig ist.“ Deshalb besuchte der Theologe zunächst Fortbildungen in Seelsorge und Coaching bei der Hannoverschen Landeskirche, später bei weiteren Institutionen bis er sich schließlich noch zum Heilpraktiker für Psychotherapie ausbilden ließ.

Der Neuenkirchener schätzt die Freiheiten, die ihm seine Selbstständigkeit und die Arbeit als Pastor lassen. Er kann zum großen Teil über seine Arbeitszeiten frei bestimmen. Das lässt ihm beispielsweise Raum dafür, zu Hause zu sein, wenn seine drei Söhne im Alter zwischen elf und 15 Jahren aus der Schule kommen, während Ehefrau Doris als Lehrerin noch Unterricht erteilt. Und es lässt ihm den Spielraum, schnell auf die Belange der Gemeinde reagieren zu können. „Wenn ich einen Anruf erhalte, weil beispielsweise eine Familie die Aussegnung eines Sterbenden oder Verstorbenen wünscht, komme ich natürlich sofort.“

 

DATUM

28. Dezember 2017

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Superintendentin Susanne Briese schätzt neben der theologischen auch die zusätzlichen Qualifikationen von Pastor Achim Blackstein
Superintendentin Susanne Briese schätzt neben der theologischen auch die zusätzlichen Qualifikationen von Pastor Achim Blackstein
Superintendentin Susanne Briese schätzt neben der theologischen auch die zusätzlichen Qualifikationen von Pastor Achim Blackstein

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