Der Kirchenkreis Rotenburg

So ist Kirche hier im Kirchenkreis Rotenburg. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Start für neue Kirchenvorsteher erleichtern

Fröhlich mit einsteigen

Kirchenkreis Rotenburg will Start für neue Kirchenvorsteher erleichtern

„Wir haben das immer so gemacht!“ Diese Einstellung kann helfen, gute Traditionen zu wahren. Sie verhindert aber auch die Offenheit für Neues. Deshalb ist es wichtig, sich immer wieder gut zu überlegen, welche Traditionen bewahrt bleiben sollen und wo frische Ideen hilfreich sind. Eine Runde von Kirchenvorstehern aus dem Kirchenkreis Rotenburg hat sich Zeit genommen, Antworten auf die Fragen rund um eine sinnvolle Übergangskultur von einem Kirchenvorstand auf den nächsten zu finden.

Am 11. März 2018 wählen die Kirchengemeinden in der gesamten Landeskirche Hannovers ihre Vorstände neu. Einige Mitglieder stellen sich für weitere sechs Jahre zur Wahl, andere scheiden aus. In die neue Legislatur startet ein Team aus erfahrenen und ganz neuen Mitgliedern. „Wir möchten, dass die Neuen fröhlich mit einsteigen“, bringt es Claus Winkelmann auf den Punkt. Der Scheeßeler ist seit 47 Jahren im dortigen Kirchenvorstand der St.-Lucas-Gemeinde aktiv und brachte die größte Erfahrung mit Übergangssituationen in diesem Gremium mit.

Viel Neues kommt auf frisch gewählte Mandatsträger zu. So tragen die Kirchenvorstände zusammen mit dem Pfarramt die Verantwortung für Finanzen, Gebäude und Grundstücke, haben als Arbeitgeber die Dienstaufsicht für die in der Gemeinde angestellten Mitarbeitenden und sind mitverantwortlich für den Gottesdienst und die Konfirmandenarbeit. „Es dauert seine Zeit, bis die Neuen sich im Beziehungsgeflecht von Menschen und Institutionen, Traditionen und Strukturen zurechtfinden“, sagt Superintendentin Susanne Briese.

An dieser Stelle wollten die Mitglieder des Workshops nun ganz konkret Hilfestellungen anbieten. Sie haben Inhalte erarbeitet, die in der nächsten Legislaturperiode jedem neuen Kirchenvorsteher in einer übersichtlichen Info-Mappe überreicht werden sollen. Darin sind Ansprechpartner in den Gemeinden, auf regionaler Ebene, im Kirchenkreis oder im Kirchenamt aufgeführt, es wird aber auch auf Möglichkeiten für Zuschüsse, Projektarbeit oder wichtige Paragrafen im Kirchengemeindegesetz hingewiesen. „So eine Mappe erleichtert den Einstieg enorm“, sagt Hartmut Ladwig, Vorsitzender des Kirchenkreistags und langjähriges Vorstandsmitglied in der Rotenburger Auferstehungsgemeinde.

Auch die Abläufe für die Einführung der Neuen – von der Vorstellung der Kandidaten über den Wahlabend bis hin zu einem Anfangs-Klausurtag – haben die Workshopteilnehmer unter die Lupe genommen und werden allen Kirchenvorständen Empfehlungen dafür zur Verfügung stellen. „Ich bin schon sehr überrascht, wie unterschiedlich das in den einzelnen Kirchengemeinden gehandhabt wird“, sagt Anja Bargfrede vom Kappellenvorstand aus Wittorf.

Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Sitzungskultur. „Nichts ist schlimmer, als wenn die erste Sitzung für ein neu gewähltes Kirchenvorstandsmitglied bis Mitternacht dauert“, sagt Ralf Danker aus Kirchwalsede. Er hatte das vor rund zwölf Jahren bei seiner ersten Sitzung so erlebt. Das ist lange her und kommt heute nicht mehr vor. Aber die vorhandenen Ressourcen klug einzusetzen und Strukturen zu schaffen, die dabei helfen, Zeit zu sparen, bleiben wichtige Faktoren, um die Freude am Kirchenvorstandsamt nicht zu verlieren. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass uns die Ergebnisse aus diesem Treffen dabei unterstützen werden, den Staffelstab im nächsten Jahr gut zu übergeben“, sagt Superintendentin Briese.

 

DATUM

13. Dezember 2017

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Sie wollen dafür sorgen, dass der Übergang nach der nächsten Kirchenvorstandswahl reibungslos gelingt: Mitglieder des Workshops „Staffelübergabe“
Sie wollen dafür sorgen, dass der Übergang nach der nächsten Kirchenvorstandswahl reibungslos gelingt: Mitglieder des Workshops „Staffelübergabe“
Sie wollen dafür sorgen, dass der Übergang nach der nächsten Kirchenvorstandswahl reibungslos gelingt: Mitglieder des Workshops „Staffelübergabe“