Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

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Mo. 17.04.17
Ostern bewegt sich
Frank Hasselberg
Ostern bewegt sich

Haben Sie sich auch schon mal darüber geärgert – über den wechselnden Ostertermin? Für Urlauber, Skilehrer, Hoteliers und Biergärten jedenfalls ist das ein Ärgernis und Ostern immer zu früh oder zu spät. Zwischen dem 22. März und dem 25. April kann das Osterfest liegen. So springt es hin und her, je nach den Mondphasen am Frühlingsanfang, und die Frage: „Wann ist dieses Jahr eigentlich Ostern?“ gehört zu den Standardfragen für Leute, die mit einem Terminkalender leben.

Das könnte ein Hinweis auf den Sinn von Ostern sein. Auf den Inhalt des Festes, die Auferstehung Jesu von den Toten. So wenig der Ostertermin ein- für allemal feststeht, sowenig ließ sich Jesus festlegen – vor seinem Tod nicht, und selbst als Gekreuzigter ließ er sich nicht auf Dauer festnageln. Das Grab war für ihn nur eine Durchgangsstation. So wie Ostern in einem geordneten Jahresplan ein „unordentliches“ Fest ist, so bringt Jesus alles aus der gewohnten Ordnung: Während seines irdischen Lebens wirbelt er all das durcheinander, was die Menschen von Gott zu wissen meinten. Und mit der Überwindung des Todes erwies er selbst das Wort „todsicher“ als falsch. Damit ist das Fundament aller dauerhaften Ordnung zerbröselt. Denn wenn selbst der Tod nicht mehr unverrückbar feststeht, dann ist alle Ordnung relativ. Wir erfahren: Unser Leben verläuft nicht immer in geordneten Bahnen, es hält immer wieder Überraschungen für uns bereit. Irgendwo, irgendwann bricht es aus, und sei es nach drei Tagen aus einem Grab.

Es bleibt dabei: Ostern lässt sich – anders als Weihnachten – nicht ordentlich auf ein Datum festlegen. Und weist damit auf den Auferstandenen, der Menschen bis heute begegnet, wann, wie und wo er will. Er kann es jeden Tag Ostern werden lassen. Auch bei Ihnen. In diesem Sinne: ein frohes Osterfest!

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Frank Hasselberg

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Frank
Hasselberg
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So. 16.04.17
Ein Glaube, der lebt und wirkt
Susanne Briese
Ein Glaube, der lebt und wirkt

Sonntag – Auferstehungstag – in Jerusalem. Vor wenigen Stunden hatte Maria Magdalena eine Begegnung mit dem auferstandenen Christus gehabt, die alles auf den Kopf gestellt hatte. Nun sitzen die Jünger hinter verschlossenen Türen. Sie haben Angst. Angst, dass ihnen Unheil droht, dass man sie sucht und verfolgt. Plötzlich steht Jesus mitten im Raum. Durch die verschlossene Tür muss er gekommen sein – wie geht das denn? „Friede sei mit euch!“ Das haben sie schon einmal gehört. War es nicht beim Abschied von ihrem Herrn? Ja, so war es. Und nun wieder diese vertraute Stimme.

Thomas hat das alles nicht mitbekommen. Wenn er ihnen glauben soll, müsste er es selbst sehen. Mehr noch: Er müsste die Wundmale Jesu mit seinen eigenen Händen fühlen. Dann wäre er überzeugt. Ob er wirklich damit gerechnet hat, dass sich dieser Wunsch erfüllt? Am nächsten Sonntag ist es so weit. Wieder sitzen die Jünger – natürlich wieder ohne Judas Iskariot – im Hause zusammen. Die Tür ist zu. Wieder steht Jesus mitten im Raum. Wieder grüßt er mit dem Friedensgruß. Ohne Umschweife wendet er sich Thomas zu und fordert ihn auf, zu tun, was er braucht, um zu glauben. „Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite.“ Das öffnet Thomas die Augen. Es bricht förmlich aus ihm heraus: „Mein Herr und mein Gott!“

Mehr geht nicht. „Selig sind die nicht sehen und doch glauben“, muss er sich anhören. Das ist die Regel für die Zukunft: Nicht sehen und doch glauben. Wie kommt man dazu, an Gott zu glauben, wenn für uns so eine spürbare Begegnung mit dem Herrn, wie sie hier von Thomas berichtet wird, nicht möglich ist? Wie kriegt man das hin? Wie es zum Glauben kommt, ist schwer zu sagen. Trotzdem muss man auf die Frage hin nicht verstummen. Man kann selbst ein gutes Beispiel sein und davon erzählen, was der Glaube im eigenen Leben bewirkt. Man kann sprechen über die größere Klarheit der Entscheidungen, über die Kraft in Krisenzeiten, den Mut, den ersten Schritt zu tun, über die Freude an Versöhnung und Gerechtigkeit. Glaube ist ein Geschehen zwischen Dir und mir, zwischen Gott und Mensch – das aber natürlich trotzdem nach außen hin sichtbar und spürbar werden kann.

Davon erzählen Worte und Taten von Menschen, die in ihrem Beruf, in der Familie und in der Freizeit als Menschen, die auf Gott vertrauen, leben. Vielleicht ganz still und unbemerkt. Vielleicht öffentlich sichtbar. Auf jeden Fall getragen von der Überzeugung, dass es gut ist, sich einzubringen – als Anwälte des Lebens. Zum Beispiel Ingeburg und Werner. Statt im Ruhestand die Füße hochzulegen, entwickelten sie gemeinsam mit dem Diakonischen Werk die Idee, mit dem „Zahnmobil – Hilfe mit Biss“ bedürftigen Menschen eine Zahnbehandlung zu ermöglichen. Ihr Engagement lindert die Not da, wo sie am größten ist. In und im Umkreis einer Großstadt bietet das Ehepaar gemeinsam mit anderen Zahnärzten und weiteren Mitarbeitenden Behandlungen an – auch, wenn etliche der Patienten nicht krankenversichert sind. „Es ist ein tolles Gefühl, anderen zu helfen“, sagt Ingeburg. Entscheidend ist neben der medizinischen Versorgung auch, dass die Patienten durch dieses Angebot Wertschätzung und Aufmerksamkeit erfahren – etwas, was ihnen im Alltag oft fehlt.

Menschen in unserer Kirche geben ihre Zeit und ihre Kompetenz für andere. Gut, dass es sie gibt. Das ist ein Beispiel für einen Glauben, der lebt und wirkt. Christlicher Glaube tut der eigenen Seele gut und hat zugleich eine gesellschaftliche, soziale, politische Dimension. Wer Gott liebt, liebt auch den Nächsten wie sich selbst. Und das kann man sehen und spüren. So soll es sein.

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Susanne Briese

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Susanne
Briese
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Do. 13.04.17
Markenzeichen
Frank Hasselberg
Markenzeichen

Kreuze sind in: Sportler, Schauspielerinnen oder Popstars tragen sie in Gold und Silber, tätowiert oder als Modeschmuck um den Hals, oft ohne zu wissen, was dieses Zeichen überhaupt bedeutet. Bei Jesu Kreuz ging es um kein ästhetisches Detail, sondern um eine grausame Hinrichtung – einen Justizskandal dazu. Denn seine Henker wussten, dass er unschuldig war. Trotzdem erlitt Jesus die grausamste römische Todesstrafe.

Mit ihm begruben die Jünger zugleich ihre hochgesteckten Erwartungen an ihn. Für sie war das Kreuz Ausdruck grenzenloser Enttäuschung. Erst durch Ostern wurde es ein Zeichen des Sieges über den Tod, für viele ein Symbol der Hoffnung und ein persönliches Bekenntnis; für andere bleib es ein Skandal. Der Apostel Paulus schreibt um das Jahr 54 nach Christus: „Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft.“

In den ersten Jahrhunderten gehörte viel Mut dazu, sich in einer heidnischen Umwelt zu Christus zu bekennen. Das ist noch heute in manchen Ländern der Erde so. Ich denke nur an die Massaker an Christen in Syrien oder Ägypten. Da haben wir es gut in unserem Land, können unseren Glauben frei bekennen, ohne dass wir Nachteile befürchten müssen. Dennoch: Am Kreuz Jesu scheiden sich die Geister.

Morgen ist Karfreitag. In den Gottesdiensten wird an das Sterben und den Tod Jesu am Kreuz erinnert. Er leidet Höllenqualen – und denkt selbst jetzt noch an uns Menschen, wenn er unmittelbar vor seinem Tod bittet: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Ich bin froh, zu Christus zu gehören. Das Kreuz, das ich an einer Kette um den Hals trage, ist nicht besonders edel – und doch ist es unendlich kostbar.

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Frank Hasselberg

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Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
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So. 09.04.17
Arabischer Frühling
Peter Handrich
Arabischer Frühling

Vor knapp 2.000 Jahren ritt Jesus auf einem Esel in Jerusalem ein. Die Straße säumten Menschen, die Hosianna riefen und mit Palmzweigen winkten. Sie erwarteten den Messias. Den König der Welt. Den Mann, der der Welt den Frieden bringen würde. Den Mann, der die römischen Besatzer aus ganz Israel vertreiben würde.

Ab Dezember 2010 versuchten viele Bewohner arabischer Länder ihre autoritären Regierungen mit Demonstrationen, Protesten und Aufständen zum Aufgeben zu bewegen und demokratischere Strukturen zu schaffen.

Beides hat nicht funktioniert. Jesus starb nur wenige Tage später am Kreuz. Außer in Tunesien hat der arabische Frühling nur zu noch autoritäreren Regierungen, zu Staaten ohne Regierung und ohne Schutz ihrer Bewohnerinnen oder zu Bürgerkriegen geführt. Syrien und der Jemen sind die traurigsten Beispiele dafür.

Wir Christen glauben, dass Jesus der Messias war, obwohl er am Kreuz starb. Für uns ist der Messias nicht der strahlende Gottmensch, dessen Kraft alles hinwegfegt, was auf dieser Welt schlecht ist. Für uns ist der Messias nur ein Mensch, der das nicht hingekriegt hat, was alle von ihm erwartet haben. Und der gerade deswegen Gottes Sohn war. Weil er so war wie wir: guten Willens – aber hilflos.

Und weil Gott nicht einfach so Frieden im Jemen und in Syrien schafft, weil da alle möglichen Länder ihre unheiligen Suppen am Kochen halten, sind wir in unserer Hilflosigkeit gefragt. Wir versuchen denen, die geflohen sind, ein Zuhause zu geben. Wir spenden für Ärzte ohne Grenzen. Aber vor allem: Wir sprechen mit allen, die das hören wollen und auch mit allen, die das nicht hören wollen, friedlich. Und vom Frieden. Und von der Welt, die Jesus eigentlich wollte, als er vor knapp 2.000 Jahren auf einem Esel in Jerusalem einritt.

Das ändert die Welt täglich.

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Peter Handrich

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Pastor/-innen
Peter
Handrich
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Rotenburg
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So. 09.04.17
Aus der Finsternis ins Osterlicht
Marita Meixner-Ander…
Aus der Finsternis ins Osterlicht

Am Sonntag beginnt die Karwoche. „Von der Finsternis ins Licht“ heißt es in der Region Ahausen-Horstedt-Sottrum.

Karwoche – warum noch? Für viele Menschen wird sie von dem Osterferien überstrahlt: Skifahren oder Sonne tanken irgendwo im Süden, jedenfalls endlich heraus aus dem Alltagstrott.

Doch nicht nur solche erlebnisbedingten Begleitumstände ziehen die Aufmerksamkeit von der Karwoche ab, es ist vor allem ihr Inhalt, der viele auf Abstand hält. Wer lässt sich schon gerne mitnehmen auf einen Weg, der erst einmal in die Dunkelheit, ans Kreuz, in den Tod führt.

Wir dürfen nicht meinen, es ginge uns im Leben besser, wenn wir weniger über Kreuz und Leiden nachdächten. Jeder durchläuft irgendwann in seinem Leben solche Zeiten – aufgrund von Krankheit, Angst, Feindschaft, Not, Verlassenheit oder Misserfolg. Und auch der Tod bleibt niemandem erspart.

Entscheidend ist, wie wir solche Zeiten durchleben. Werfen sie uns um? Bleiben wir in der Dunkelheit stecken? Wer sich mit Jesus auf den Weg durch diese Zeit der Karwoche macht, bekommt Teil an seiner Kraft, seinem Gott-Vertrauen.

Natürlich hat der religiöse Selbstbedienungsladen des 21.Jahrhunderts ganz andere Leckerbissen anzubieten. Zen-Meister, Yogaübungen und tibetanische Klosterweisheit scheinen der christlichen Karwochen-Frömmigkeit bei weitem überlegen zu sein.

Doch die Tragfähigkeit einer Frömmigkeitsform wird sich im konkreten Leben zeigen. Das Evangelium der Karwoche ist jedenfalls kein sinnloses Mantra, kraft dessen alles persönliche Erleben sich in Wohlbefinden auflöst. Es ist vielmehr eine innere Wegbeschreibung zu Gott, die aus der Finsternis heraus zum Osterlicht führt – zu Freude, Kraft und Verantwortung.

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Marita Meixner-Andersohn

Marita
Meixner-Andersohn
Pastorin
Im Specken 3
27367
Ahausen
Tel.: 
(04269) 5288
So. 26.03.17
Dummheit regiert, wenn Bildung krepiert!
Roger Moch
Dummheit regiert, wenn Bildung krepiert!

Dummheit regiert, wenn Bildung krepiert!

Das schrieb Martin Luther in der Schrift: „An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes“ 1524, dass sie „christliche Schulen aufrichten und halten sollen.“

Aus dieser Forderung entstand dann erst 1919 durch die Weimarer Verfassung die allgemeine Schulpflicht für ganz Deutschland. Luther war es wichtig, dass die Menschen Lesen und Schreiben lernen. Dabei dachte er bei seiner Forderung nach „Bildung für alle“ aber nicht ursprünglich ans Bibel lesen und auswendig lernen. Er wollte vor allem, dass jeder Mensch sich seine eigene Meinung bilden kann. Dass man fähig ist, ein Thema zu verstehen und zu beurteilen. Deshalb sollten Jungen und Mädchen in die Schule gehen. Das war und ist für mich ein entscheidender Grund in der (Berufs)-Schule zu arbeiten.
Lernen ist eine lebenslange Aufgabe, die auch im Erwachsenenalter nicht aufhört. Deshalb haben die Nachfolger von Luther immer wieder Bildungseinrichtungen gegründet. Der dänische Pfarrer Severin Grundvig hat z.B. die Volkshochschule erfunden Auch da ging es darum, Bildung allen Menschen zugänglich zu machen. Bildung ist aber nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Bildung ist, wenn sich etwas im Menschen herausbildet. Eine Meinung, eine Haltung oder ein Standpunkt. Eine gegenwärtige „Kernkompetenz“ für Lernende ist und wird sein, die sogenannten „Fakenews“ und unsinniges "Getwittere" aus den Weiten des Internets von echten Informationen unterscheiden zu können. Hier übernimmt das Erlernen des oftmals zitierten „Faktenchecks“ eine erhebliche Rolle.
Ich bin froh, dass wir ein funktionierendes Schul- und Bildungssystem in Deutschland haben, dass beispielsweise ein Schüler oder eine Schülerin ohne einen Schulabschluss an einer Berufsbildenden Schule die Schullaufbahn noch mit dem Abitur abschließen kann. So werden jungen Menschen wirkliche Chancen für den Übergang in das weitere (Berufs)- Leben ermöglicht. Ich lasse mich darum im 500. Jahr des Reformationsjubiläums gerne an Martin Luther erinnern.

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Roger Moch

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Schulpastor/-innen
Weltanschauungsfragen
Roger
Moch
Schulpastor
Stühkamp 20
27386
Westerwalsede
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(04269) 1899
So. 19.03.17
Den Blick nach vorn
Jens Ubben
Den Blick nach vorn

Wer am Steuer eines Traktors sitzt, mit einem Pflug im Rücken, wird nicht einfach losfahren. Für mich ist das nachvollziehbar: Wer gerade Furchen in den Acker ziehen möchte, sollte nach vorne sehen. Nur wer den Blick nach vorne hat, nur wer das Ziel fest im Blick hat, wird es auch erreichen können. Wenn die Linie einmal gezogen wurde, dann lässt es sich auch anders orientieren. Und heute hat man Satellitennavigation an Bord. Aber auch die kommt ja nicht aus dem Nichts. Gerade die hat einen festen Bezugspunkt. Und der entsteht durch einen klaren Bezug auf das Ziel.

Wohin geht der Blick am Steuer meines Lebens, frage ich mich. Geht er zurück? Leiten mich Erfahrungen der Vergangenheit? Geht der Blick auf die Erfolge oder Misserfolge einer früheren Zeit? Der Blick in den Rückspiegel ist wichtig. Wer nur darauf schaut, lebt gefährlich.

Oder geht der Blick auf mich selbst und das direkte Umfeld? Auf die direkten Rahmenbedingungen? Meine eigenen Möglichkeiten, meine Grenzen? Auch das greift zu kurz.

Geht der Blick schließlich nach vorne? Auf einen Zielpunkt, den ich nicht aus dem Auge verlieren will? Der vielleicht ganz klein ist, nur schemenhaft zu erkennen, den ich aber klar fokussiere?

Das Beispiel vom Pflügen verwendet Jesus. Er fordert Menschen auf, als Zielpunkt ihn selbst in den Blick zu nehmen. Seinen Worten und Gedanken für diese Welt Gehör zu schenken. Seinen Umgang mit Menschen genau in den Blick zu nehmen. Darauf zuzugehen mit dem eigenen Leben. Das meint er, wenn er von Nachfolge spricht.

Gerade sind wir in der Passionszeit, gehen auf Karfreitag und Ostern zu. Viele nutzen die Wochen, um bewusst auf bestimmte Dinge zu verzichten. Kürzer zu treten, um Freiräume zu schaffen. Ich finde: Wo wir bewusst etwas weglassen, tun wir gut daran zu überlegen, was stattdessen geschehen soll. Gut ist, wenn die entstandene Lücke gefüllt wird durch etwas, was für die Zeit danach hilft.

Das Beispiel vom Pflügen will dabei einen Akzent setzen: Nutzen wir doch die Passionszeit, um das Ziel neu anzupeilen. Wohin geht der Blick am Steuer meines Lebens?

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Jens Ubben

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Gemeindebrief
Pastor/-innen
Jens
Ubben
Pastor
Große Straße 16
27383
Scheeßel
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(04263) 4920
So. 12.03.17
Einen Gang langsamer
Frank Hasselberg
Einen Gang langsamer

„Wenn meine Großmutter ihre Mutter besuchen wollte, brauchte sie dafür drei Tage: Einen Tag fuhr sie in der Pferdekutsche hin, einen Tag blieb sie dort, erzählte und erfuhr das Neueste, half in der Küche oder im Garten. Am dritten Tag fuhr sie heim.

Wenn meine Mutter ihre Mutter besuchen wollte, brauchte sie dafür zwei Tage: Sie fuhr mit dem Zug. Sie erzählte und erfuhr das Neueste, übernachtete dort und fuhr am nächsten Tag zurück.

Wenn wir zu meiner Mutter fahren, brauchen wir dafür mit dem Auto eine halbe Stunde. Lange können wir aber nicht bleiben, denn die Kinder werden unruhig, und wir wollen ja noch einkaufen, und außerdem müssen wir noch unbedingt schnell die Papiere zum Steuerberater bringen.

Wenn mich meine Kinder besuchen wollen?“

Eine Geschichte zum Schmunzeln oder zum Heulen? Niemand hat mehr richtig Zeit (obwohl doch jeder Tag 24 Stunden hat), und die Zeit, die uns bleibt, vergeht so rasend schnell.

Da tut Entschleunigung not. Wie bestellt kommt da das Angebot der Fastenaktion der evangelischen Kirche 2017: „Sieben Wochen ohne sofort“ sollen bis Ostern erlebt werden. Mal Pause machen. Durchatmen. Zu sich selbst kommen. O ja, das brauche ich dringend, und Ihnen täte das doch auch gut, oder?! Denn wir planen und tun und wissen gar nicht mehr, wie die Gegenwart aussieht. Wir essen Fast Food, machen Multitasking, haben so viel vor und merken nicht, wie das Leben an uns vorbeirauscht. „Du hast dich müde gemacht mit der Menge deiner Pläne“, schreibt schon der Prophet Jesaja (Kap. 47, 13).

„7 Wochen ohne“ bietet in dieser Passionszeit eine Kur der Entschleunigung an. Wenn etwas schiefgeht, nicht gleich lospoltern. Wenn es nicht mehr weitergeht, einmal Pause machen, eine Tasse Tee trinken, nachdenken. Zeit finden, den Dingen und sich selber eine zweite Chance zu geben. Dieses Innehalten hat uns Gott ganz am Anfang in unsere Zeitrechnung geschrieben. Denn den siebten Tag segnete der Schöpfer – und ruhte. Dazu sind auch wir eingeladen. Mal nicht funktionieren, nicht Maschine sein, sondern Mensch. Greifen auch Sie zu und feiern „Sieben Wochen ohne sofort“!

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Frank Hasselberg

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Öffentlichkeitsarbeit
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Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
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29640
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So. 05.03.17
Du siehst mich
Franziska Heimann
Du siehst mich

Eine Plakatwand. Sie ist leuchtend orange. Auf der großen Fläche sind nur zwei Augen und ein Mund abgebildet. Die Augen sehen aus wie Bastel-Kulleraugen zum Aufkleben. Der Mund besteht aus einem nach oben gebogenen Satz: „Du siehst mich.“ Das Plakat wirkt freundlich mit den Augen und dem Mund auf dem orangefarbenen Hintergrund. Es ist die Werbung für den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg. Er steht unter dem Motto „Du siehst mich“. In der Bibel wird das über Gott gesagt. „Du bist ein Gott, der mich sieht.“
Ein Gott, der mich sieht. Egal, wo ich bin, egal was ich tue. Ob ich allein bin oder zusammen mit anderen. Ob ich schlafe, oder wach bin. Ob es dunkel ist oder hell. Das ist ein Gedanke, der manch einem zu viel und zu nah ist. Nichts an mir ist ihm verborgen. Gott durch-schaut mich. Das kann beängstigend sein. Als wolle er mich kontrollieren, mir bei allem auf den Mund und die Hände schauen. Will ich das? Diskussionen um Überwachungskameras oder die Nachverfolgung jeder meiner Schritte im Internet zeigen: eigentlich will ich das nicht.
Ich denke entscheidend ist die Motivation, die dahintersteht, wenn jemand mich und mein Leben ansieht. „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Immer. Ob ich gerade stolz auf mich bin, weil mir etwas wirklich gut gelungen ist. Oder ob ich mich klein fühle. Ob ich gar nichts geschafft habe, ob ich allein bin und das eigentlich nicht möchte. Gott wendet seinen Blick nicht ab. Er sieht hin. Er sieht mich an. Es ist kein drohendes, überwachendes Sehen. Es ist vielmehr ein aufmunterndes, mitfühlendes und mutmachendes Sehen. Gott sieht mich an. Immer. Und er schenkt mir damit An-sehen. Ich finde es ist ein schöner Gedanke, dass da immer jemand ist, der mich sieht. Der da ist, auf den ich mich verlassen kann. Du siehst mich, Gott. Danke dafür.

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Franziska Heimann

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Pastor/-innen
Franziska
Heimann
Vikarin in der Peter-und-Paul-Kirchengemeinde
Schneverdingen
So. 26.02.17
Hätte ich mehr getan?
Matthias Richter
Hätte ich mehr getan?

Seit einigen Wochen ist sie als Buch zu kaufen: Die historische Untersuchung „Über Leben in der christlichen Kolonie“. Sie behandelt die Geschichte des Diakonissen-Mutterhauses, der Rotenburger Werke und ihrer Vorsteher von 1905-1955. Ein renommierter Historiker hat dafür über ein Jahr lang geforscht, alte Archive gewälzt und dann alles aufgeschrieben. Beim Lesen entsteht bei mir ein Bild, wie die diakonischen Unternehmen in Rotenburg wachsen und ein Segen für viele werden. Aber es geht es mir auch neu unter die Haut, wie damals Menschen mit Behinderung in unserem Diakonieklinikum zwangssterilisiert worden sind. Noch mehr erschüttern mich die Berichte, wie Menschen aussortiert worden sind und dann im Rahmen der sog. T4-Aktionen abgeholt und feige ermordet wurden.

Und mitten drin in diesen Zeiten als Vorsteher Johannes Buhrfeind, nach dem auch die Straße benannt ist, in der ich wohne. Wie könnte es anders sein, dass er als Mensch seiner Zeit in hervorgehobener Position verstrickt ist mit allem, was um ihn herum passiert. Durch die Lektüre verstehe ich manche seiner Handlungen besser. Wie er bei den T4-Aktionen versucht hat, das Schlimmste zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern. Auch wird deutlich, dass er niemals überzeugter Vertreter der NS-Ideologie oder ein Haupttäter der Verbrechen jener Zeit ist. Aber gleichzeitig kommt mir beim Lesen die Frage: Lieber Amtsbruder Johannes, hättest Du nicht etwas mutiger sein und etwas mehr tun können? Aber kaum gedacht kommt die nächste Frage an mich: Wäre ich in Deiner Situation mutiger gewesen und hätte ich mehr getan?

Ich bin froh, dass die Studie vorliegt und sich jeder selbst diese Fragen stellen kann. Noch wichtiger ist mir aber das Bewusstsein dafür, dass jede Zeit solche Fragen hervorbringt und das Gewissen herausfordert. In diesen Tagen ziehe ich für mich diese Parallele: Ich bin Zeuge, wie Menschen sich nach Deutschland geflüchtet haben und in Sicherheit sind. Dann werden sie in ein Flugzeug gesetzt und nach Afghanistan geflogen, wo es vielleicht auch sichere Ecken gibt, wo vielleicht aber auch der Tod wartet.

Vielleicht werde ich im Himmel gefragt werden, warum ich nichts dagegen getan habe. Geschichte wiederholt sich niemals genau gleich. Aber die Herausforderungen, sich für den Wert und den Schutz des Lebens einzusetzen, die bleiben.

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Matthias Richter

Matthias
Richter
Theologischer Direktor des Agaplesion Diakonieklinikums
Elise-Averdiek-Straße 17
27356
Rotenburg
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(04261) 77-0
So. 19.02.17
Hilft auch bei Verstockung
Dr. Matthias Wilke
Hilft auch bei Verstockung

Ein junger Mann aus Tuttlingen, sagt der Dichter, kam einmal ins reiche Amsterdam. Er blieb vor einem prächtigen Gebäude stehen. Was für eine Villa! „Wem gehört das Haus?“, fragte er einen Vorübergehenden. Doch der, Niederländer der er war, sagte nur: „Kannnitverstan“. Aha, dachte der junge Mann und ging weiter. An einer Gracht sah er ein großes Schiff mit vielen reichen, fröhlich feiernden Menschen. „Wau“, sagte er, „wem das wohl gehört?“ Wieder erhielt er die Auskunft: „Kannnitverstan“. „Dem gehört wohl alles“, grummelte er. Und als er auch noch hörte, dass der Jackpot der Lotterie geknackt worden war und wieder, klar, von einem „Kannitverstan“, da hielt es ihn nicht mehr, sondern er murmelte so platte Gedanken wie: „Ja, wenn einer hat, dann wird ihm auch noch alles andere … einfach so nachgeschmissen.“ So ging er weiter und sah vom Rand aus grummelnd dem Leben zu. Sein Herz wurde hart. Verbittert kam er an eine Straßensperre. Ein Leichenzug zog des Wegs. „Wer wird denn begraben?“, fragte er und bekam die Antwort: „Kannnitverstan“. „Och“, sagte der junge Mann und war sofort etwas ergriffen, „so was. Nun liegt er da, hat nichts von seinem Gewinn, der Herr Kannitverstan…“.

Ich denke nach über diese Geschichte, der einmal eine wahre Begebenheit zugrunde lag. Wer hätte das gedacht? All der Groll hätte bei dem jungen Mann auch zu Dauerverstockung führen können. Doch Gott rüttelt an ihm durch das, was er hört und erlebt – und löst die Verstockung. Möge er auch mein Herzensgegrummel lösen. Auf dass sich erfüllt, was die Losung für die kommende Woche fordert: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht“ (Hebräer 3, 15).

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Dr. Matthias Wilke

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So. 12.02.17
Was mich trägt
Peter Thom
Was mich trägt

Ich schaue aus dem Fenster: Ein paar Schneeflocken schweben herab und wirbeln umher. Vom Wind getrieben und getragen tanzen sie eine Weile den Schneeflockentanz. Und sinken schließlich hinunter zu den vielen anderen, die schon wieder tauen.

Was bewegt mich im noch jungen Jahr 2017? Bin ich auch nur eine Schneeflocke unter vielen anderen, die den Mächten und Kräften dieser Welt gehorchen müssen? Was trägt mich? Was treibt mich?

Nein, Schneeflocke bin ich nicht. Ich habe Willen und Verstand, meine Kräfte einzusetzen, Neues zu bewegen und Gutes zu tun. Dafür bin ich ein erwachsener Mensch und trage Verantwortung für mich und andere. Ich bin nicht Getriebener; ich betreibe meine Sache. Ich habe Vorsätze für’s neue Jahr und guten Willen, die Zukunft zu gestalten.

Was treibt mich in alledem? Ist es die Angst vor der Unberechenbarkeit des neuen amerikanischen Präsidenten? Oder der drohende Wirtschaftskrieg, der mich bangen lässt? Was wird aus Europa? Oder ist es die Furcht vor Krankheit oder Unglück? Ich muss mir bewusst machen, was mich treibt; denn Angst und Sorge sind schlechte Ratgeber. Sonst bin ich am Ende doch nur Getriebener von Ängsten und allgemeiner Panikmache.

Welche Hoffnungen habe ich für das neue Jahr? Was trägt mich, was gibt mir guten Mut, Neues zu wagen? Was begeistert mich? Ich muss mir das bewusst machen, sonst bleibe ich abhängig von den wohlfeilen Illusionen dieser Zeit.

„Die der Geist Gottes treibt, die sind seine Kinder.“ Ich will mich leicht machen – wie eine Schneeflocke so leicht – und mich treiben lassen von Gottes lebensschaffender Energie. Ich will mich tragen lassen von seinem guten Geist.

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Peter Thom

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So. 29.01.17
Zeit zum Leben
Frank Hasselberg
Zeit zum Leben

Kaum hat ein neues Jahr begonnen, da geht es auch schon wieder zu Ende - zumindest in Gedanken. Der erste Monat ist fast um, und ich sehe, wie sich mein Terminkalender für 2017 längst wieder füllt. Geburtstage, Konfirmation, Urlaub, Weihnachten – alles verplant. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir die Zeit unter den Händen zerrinnt. Wenn ich mich umhöre, geht es vielen Menschen ähnlich. Muss das so sein? Woher kommt der Eindruck, dass die Zeit immer schneller vergeht?

Ein Europäer wollte einmal von einem chinesischen Weisen wissen, welches der wesentliche Unterschied sei zwischen einem westlichen und einem östlichen Menschen. Der Chinese antwortete: „Ihr Abendländer lasst euch ständig hetzen und nehmt euch keine Zeit zu leben. Wenn du am Morgen aufwachst, planst du schon. Wenn du frühstückst, liest du nebenbei die Zeitung. Während du zur Arbeit fährst, bist du in Gedanken schon dort. Und so manches kannst du kaum erwarten. Am Morgen freust du dich auf den Feierabend, am Abend wartest du auf den folgenden Tag, zu Beginn der Woche sehnst du dich nach dem Wochenende, und am Sonntag gönnst du dir auch keine Ruhe.“

„Und wie machst du es?“ fragte der Europäer den Weisen. „Ganz einfach: Wenn ich aufwache am Morgen, bin ich dankbar, dass mir ein neuer Tag geschenkt ist. Wenn ich mich an den Tisch setze, genieße ich den Geschmack der Speisen. Wenn ich mich auf den Weg mache, betrachte ich neugierig, was mir begegnet. Ich lebe in der Gegenwart, ohne mich allzu sehr darum zu sorgen, was gestern war und was morgen sein wird. Dies ist das Geheimnis der Ruhe und inneren Gelassenheit.“

Vielleicht ein guter Vorsatz für das noch recht neue Jahr: Ich will – bei aller notwendigen Planung – die Zeit mehr genießen, bewusster erleben, sie wieder als Geschenk begreifen. Kein Biergarten am Karfreitag, kein Spekulatius im August, kein Stress am Sonntag, sondern alles zu seiner Zeit. Machen Sie mit? Einen Versuch ist es wert!

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So. 22.01.17
Weihnachten ist vorüber
Frank Hasselberg
Weihnachten ist vorüber

Haben Sie es bemerkt? Weihnachten ist vorbei. Natürlich, werden Sie sagen, und zwar schon seit einigen Wochen. Die Weihnachtsbäume sind entsorgt, der Adventsschmuck ist in Kisten verstaut und der Alltag hat uns längst wieder. Genau genommen ist Weihnachten aber noch nicht ganz vorüber: Am 2. Februar ist das Fest der „Darstellung des Herrn“ oder Lichtmeß. Im evangelischen Raum fast unbekannt, spielt es mit der Kerzenweihe in katholischen Kirchen eine größere Rolle. So endet die Weihnachtszeit im Kirchenkalender erst 40 Tage nach der Geburt Jesu.

Ich finde es jedes Jahr wieder schade, wenn die Lichterbögen aus den Fenstern verschwinden. Besonders erlebe ich das in diesen ungemütlichen, kalten Tagen mit Schnee und Eis. Auch wenn die Tage allmählich wieder länger werden. Manchmal möchte ich mich verkriechen. Wie wohl tut es da, im Wohnzimmer eine Kerze anzuzünden oder am flackernden Kaminfeuer zu sitzen. Die Dunkelheit schlägt irgendwie auf´s Gemüt; im Licht leben wir Menschen wieder auf. Das haben wir an Weihnachten gefeiert: Wie Jesus Christus hineinkommt in unsere Welt mit ihrer Dunkelheit. So wie eine einzige Kerze einen Raum in ein ganz anderes Licht taucht, so lässt Jesu Ankunft in dieser Welt unser Leben in einem neuen Licht erscheinen. Ich jedenfalls möchte mich von ihm leiten lassen, weil er mich auch über Abgründe meines Lebens hinwegtragen kann. Der Dichter Christian Morgenstern hat einmal gesagt: „Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiterzuwandern.“ Und das gilt nicht nur an Weihnachten.

Die Zeit vergeht schnell, bald beginnt die Passionszeit. Da erinnern wir uns daran, wie Jesus selbst den Weg in die tiefste Finsternis geht, um im Licht des Ostermorgens neues Leben zu finden.

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Frank Hasselberg

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Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
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So. 15.01.17
Das neue Jahr: Chancen und Risiko
Hilke Bauermeister
Das neue Jahr: Chancen und Risiko

Die ersten beiden Wochen des neuen Jahres liegen hinter uns. Die Schule hat wieder begonnen. In den Betrieben sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Ferien zurück. Man hatte Gelegenheit genug allen ein frohes neues Jahr zu wünschen. Wir haben die Schwelle zum Jahr 2017 überschritten. Der Alltag hat uns wieder. Und doch erscheint die Frage, was das Jahr wohl bringen wird, noch angebracht: Gut zwei Wochen liegen hinter uns, 50 werden noch kommen, bis wir wieder Silvester feiern. – Der eine freut sich womöglich, weil er Schönes erwartet. Ein anderer sieht vielleicht skeptisch in die Zukunft. Aus Erfahrung weiß man, dass nicht jeder Tag freudige Erwartungen erfüllt. Und vielleicht gibt es auch Menschen, die den kommenden Wochen mit Sorge entgegensehen, weil unangenehme Termine schon festgelegt sind für Prüfungen oder für Krankenhausaufenthalte. Das neue Jahr: Chance und Risiko.

Wenn Risiken Angst machen, tut es gut, sich klar zu machen, dass wir nicht allein mit allem fertig werden müssen. Da sind vielleicht Freunde und Verwandte, auf die man zählen kann. Und da ist auch noch Gott! Er hat versprochen uns beizustehen Stunde um Stunde, Tag für Tag. Ihm können wir klagen, was schwer ist. Ihm können wir danken, was uns froh macht. Ihn können wir um Kraft und Mut bitten: „Wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, steh mir zur Seiten. Lass dies sein ein Jahr der Gnaden, hilf ab von allem Schaden“ (nach Ev. Gesangbuch, Nr. 61, Strophen 2 und 3). Mit diesen Versen aus dem Gesangbuch grüßt Sie herzlich Hilke Bauermeister, Ihre Pastorin aus der Auferstehungsgemeinde Rotenburg.

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Hilke Bauermeister

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Pastor/-innen
Hilke
Bauermeister
Pastorin
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Sa. 07.01.17
Rufe mich an...
Benjamin Jäckel
Rufe mich an...

Und wann haben Sie das letzte Mal mit Amerika telefoniert? Vielleicht der fernen Tante ein frohes neues Jahr bzw. eher ein „Happy new year“ gewünscht. Oder doch eher mit Spanien telefoniert? Letztes Jahr, als die Kinder dorthin geflogen sind, eben angerufen haben, dass sie gut gelandet sind. Schon erstaunlich, was heute so möglich ist. Dabei gibt es dieses Telefonieren zwischen fernen Kontinenten schon etwas länger. Heute am 7. Januar vor 90 Jahren gab es zum ersten Mal eine Telefonverbindung zwischen der alten und der neuen Welt. London und New York, die Zentren der Macht, nur einen Anruf entfernt. Nun war es nicht ganz so einfach wie heute: Nummer wählen und anrufen, nein. Aber es war schon eine Übertragung per Funk – Handyanruf sozusagen. Seekabel sollten erst später kommen. Aber wie wichtig sollten diese langen Leitungen noch werden! Das rote Telefon – der heiße Draht zwischen dem weißen Haus und dem Kreml. Sinnbild für den Versuch, folgenschwere Missverständnisse zu vermeiden.

Ich wünsche mir auch heute ein ums andere Mal einen solchen Anschluss, um zu verstehen, was da eigentlich zwischen Krisen und Populismus auf unserer Welt so gehörig schief läuft. Einen solchen Anschluss aber haben wir alle. Heißer Draht nach oben sozusagen. Gott sagt selbst: „Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir anzeigen große und gewaltige Dinge, die du nicht weißt.“ Ja, das könnte dieser Tage wirklich nicht schaden, so große und gewaltige Dinge gezeigt zu bekommen! Im Gebet. Schon immer drahtlos.

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Benjamin Jäckel

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27386
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Mobil: 
0151-41445627
Sa. 31.12.16
Falsche Propheten
Roger Moch
Falsche Propheten

Anfang eines Jahres haben Hellseher und Wahrsager Konjunktur. Immer wieder spielen sie mit unseren Ängsten und sagen häufig völlig unhaltbare Dinge voraus. Fast überall kann man lesen oder hören, dass das Jahr 2016 genauso schlecht aufgehört habe, wie es angefangen hat. Aufgehört mit dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, angefangen mit den Vorfällen auf der Kölner Domplatte. Ich verstehe jeden, der so etwas sagt und den Kopf dabei schüttelt. Doch Angst schüren und Stimmungsmache betreiben gehört nicht zu einer lebendigen Demokratie. Kritisch sein und auf Missstände hinweisen, das ist viel hilfreicher in einer freien und atmenden Gesellschaft. Einige Propheten aus dem Alten Testament, z.B. Amos und Micha, waren sehr sozialkritisch eingestellt und wollten keine Kaffeesatzleserei betreiben, sondern die Missstände in der damaligen Gesellschaft anprangern. Sie machten aufmerksam auf gewinnsüchtige Kaufleute und prunksüchtige Oberschichten, die auf Kosten der Armen lebten, lehnten Kriege und den Missbrauch von Macht ab.

Das ist ungefähr 2800 Jahre her. Und heute? Mir fallen ähnliche Missstände ein: Millionen Flüchtlinge auf der ganzen Welt, eine riesige, neue Völkerwanderung. Ich denke an afghanische Flüchtlinge in unserer Berufsschule, die teilweise in kürzester Zeit die deutsche Sprache lernen, bildungshungrig sind und jetzt Angst haben, einfach abgeschoben zu werden, weil Afghanistan wieder als sicheres Land eingestuft wird. Da frage ich mich, wer bestimmt, wo auf der Welt es sicher oder unsicher ist?

Was können wir da machen, damit diese spannungsgeladene Stimmung nicht weiter anschwillt?

Der Apostel Paulus hat in einem Brief den ersten Christen in der Welthauptstadt Rom einen Rat gegeben. Er empfiehlt den Christen dort: „Haltet fest am Guten!“ (Röm 12, 9) Mitten im Meer von Gewalt und Unrecht: „Haltet fest am Guten!“ Klammert euch daran, wie ein Schiffbrüchiger an ein Treibholz. Wenn er loslässt, wird er untergehen. Dann wird das Böse ihn mitreißen in die Tiefe.

Haltet euch also an das Gute! Glaubt also nicht denen, die sagen: Es hat keinen Sinn, sich Mühe zu geben. Glaubt nicht denen, die sagen: Schluss jetzt mit dem Gutmenschentum.

Mich überzeugen Solidarität und Hilfsbereitschaft in einer Demokratie. Vor der Herrschaft der Straße haben schon alte griechische Philosophen wie Platon, Aristoteles und Polybios gewarnt.

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Roger Moch

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Weltanschauungsfragen
Roger
Moch
Schulpastor
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27386
Westerwalsede
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(04269) 1899
Sa. 31.12.16
Neues Jahr - neues Herz
Thomas Steinke
Neues Jahr - neues Herz

Wie ist es um Ihr Herz bestellt? Gemeint ist nicht in medizinischer Hinsicht. Gemeint ist: Wie ist es Ihnen ums Herz – am Ende dieses Jahres?

Leicht – weil gerade ein freudiges Ereignis in Ihrer Familie anstand, die Geburt eines Kindes oder Enkelkindes, die Hochzeit oder ein Ehejubiliäum, ein runder Geburtstag oder eine überwundene Krankheit?

Oder eher schwer – weil die Lasten des Alltags Sie niederdrücken, der Stress bei der Arbeit oder Zuhause, die schlimme Diagnose, der Abschied von einem Familienmitglied oder einem guten Freund/einer guten Freundin?

Oder wissen wir gerade gar nicht so genau, wie uns ums Herz ist? Flattert es unruhig hin und her: Einerseits dankbar für viel Gutes in unserem Leben, andererseits verunsichert und traurig wegen mancher Entwicklungen in unserem Land und unserer Welt, die wir nicht richtig einordnen können?
Die Bibel spricht in besonderer Weise vom Herzen:

Das Herz – es steht für die Mitte unserer Person, die das Ganze bestimmt: Unser Denken, unser Wollen, unser Planen und unser Fühlen. Letztlich geht es um die Frage: Wer hat Einfluss auf unser Herz, wo ist es beheimatet? Die Jahreslosung für das kommende Jahr ist ein großartiges Versprechen! "Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch." (Ezechiel 36,26) Gott schenkt uns ein neues Herz, das bei ihm verankert ist in unruhiger Zeit, das sich prägen lässt von seinem Wort. Ein neues Herz, das nicht hart und kalt wie Stein ist, weil wir dicht gemacht haben und verbittert sind wegen der schlimmen Nachrichten tagaus tagein und der schweren Erfahrungen, die hinter uns liegen. Nein, ein neues Herz aus Fleisch und Blut, das wieder spürbar schlägt für andere Menschen und für die Sache Jesu. Es ist sein Geist, der Geist des Auferstandenen, der unser Herz wiederbelebt und brennen lässt für Gott und unsere Mitmenschen. Sind wir offen dafür? Lassen wir uns so beschenken?
Ich wünsche es Ihnen und mir. Denn ein Mensch mit einem solchen neuen Herzen ist ein wirklich freier Mensch: Der wird unabhängiger von den Meinungen der anderen;
der bekommt ein starkes Rückgrat und steht zu seinen Ansichten, die nun von Jesus geprägt werden;
der lässt sich nicht so schnell einschüchtern und auf Linie bringen.
Der lässt sich nicht einfangen von Hassparolen, von Stammtischmeinungen...
Der wird sich in einem Klima der allgemeinen Verunsicherung und Verdächtigungen dennoch für Menschenwürde, für gleiche Rechte für alle einsetzen.
Der wird gegen Populismus und Radikalität eintreten –
für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft!

Ein gesegnetes neues Jahr Ihnen allen – mit einem neuen Herzen!

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Thomas Steinke

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Thomas
Steinke
Pastor
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04265/9540641
Sa. 24.12.16
In süßem Jubel
Susanne Briese
In süßem Jubel

„Nun singet und seid froh“ – „In dulci jubilo“! In süßem Jubel – sollen wir singen und froh sein, „denn unseres Herzens Wonne liegt in praesipio“ – in der Krippe. Manchem ist dieses Lied schon längst ein traditioneller Begleiter durch die Advents- und Weihnachtszeit. So ist es eben: Einige finden´s schön, andere finden es kitschig. Das wird wohl immer schon so gewesen sein, je nach Zeitgeist und Geschmack. 1529 soll „In dulci jubilo“ zum ersten Mal im Gesangbuch abgedruckt worden sein. Martin Luther wirkte dabei mit. Aber Heinrich Seuse, ein Dominikaner, auch Suso genannt, kannte es bereits in der Mitte des 14. Jahrhunderts und soll es in einer frühen Form selbst verfasst haben. Die Legende besagt, dass ihm ein himmlischer Spielmann zurief: „Vergiss dein Leiden und tanz mit mir!“ Er fing an, vom Jesuskind „in dulci jubilo“ – in süßem Jubel – zu singen. Und dieser schöne Gesang vom Gottessohn hat das Herz Seuses so sehr berührt, dass er tatsächlich sein Leiden vergaß. Die Musik linderte, heilte vielleicht sogar. Irgendwie beeindruckend. Musik, Vertrauen und Glaube können dabei helfen, einen Heilungsprozess besser zu bewältigen. Für mich ist „In dulci jubilo – nun singet und seid froh“ nicht nur ein schönes und wohltuendes Lied. Ich lese darin auch dies: Jesus Christus ist das A und O, der Anfang und das Ende. Gottes Sohn bringt unser Leben auf die richtige Spur und trägt an den Lasten mit. Das ist gerade in dieser Zeit wichtig, in der wir erschrocken sind über den Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin. Wir gedenken der Opfer und trauern mit den Angehörigen und Freunden. Auf das Licht Gottes sehen und aus dem Licht Kraft und Mut schöpfen – das ist für mich Weihnachten. Weil Gottes Wille Frieden ist für alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion und Kultur. Gesegnete und friedvolle Weihnachten wünsche ich Ihnen von Herzen.

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Susanne Briese

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Superintendentur
Susanne
Briese
Superintendentin
Goethestraße 20
27356
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Fax: 
(04261) 630 39 19
So. 11.12.16
Klein, aber oho!
Frank Hasselberg
Klein, aber oho!

Mit knapp 600 Gemeindegliedern ist Heber die kleinste Gemeinde im Kirchenkreis Rotenburg. Das „kleine gallische Dorf“ im Osten behauptet sich dank engagierter Mitarbeiter mit zahlreichen Aktivitäten und setzte sich mit einer Beteiligung von 52% bei den letzten Kirchenvorstandswahlen klar an die Spitze.

Größe ist nicht gleich Qualität. Mir zumindest ist der kleine Lebensmittelladen mit persönlicher Bedienung lieber als der riesige Discounter, ich bevorzuge das dörfliche Leben gegenüber anonymen Großstädten, und von Großmäulern halte ich schon lange nichts. Wie sagte eine Großtante von mir, die nicht eben groß gewachsen war, so schön: „Gut, dass ich klein bin, die meiste Arbeit ist am Boden.“

Nun versuchen aber leider immer wieder Große, die Kleinen zu schlucken. Dabei entstehen oft Gebilde, die kaum noch zu kontrollieren sind, wie zum Beispiel riesige Industriekonzerne und Banken oder große, unpersönliche Verwaltungseinheiten. Aber irgendwann zerfallen die Riesen zu Staub, siehe die ehemalige Sowjetunion oder die zerbröselnde EU. Wer zu hoch hinaus will, wird auf ein Mindestmaß zurückgestutzt, davon erzählt schon der Turmbau zu Babel. Und die biblische Geschichte von David und Goliath zeigt, dass auch der Kleine siegen kann, wenn er nur pfiffig ist und nicht aufgibt.

Die Kirchengemeinde Heber feiert am morgigen 3. Advent das 60-jährige Jubiläum ihrer Friedenskirche. Dazu haben fleißige Menschen ein großes, buntes Programm mit einem Festgottesdienst, viel Musik, einer Dampfeisenbahn und einem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt vorbereitet. Dazu ist jeder willkommen. Aber gleich in welchem Gottesdienst, begleiten will uns durch die neue Woche das Wort des Propheten Jesaja: „Bereitet dem HERRN den Weg; denn siehe, der HERR kommt gewaltig.“ Nur darauf kommt es an. Einen schönen 3. Advent!

Frank Hasselberg, Pastor der Markusgemeinde Schneverdingen und der Friedenskirche Heber, Öffentlichkeitsbeauftragter des ev.-luth. Kirchenkreises Rotenburg

 

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Frank Hasselberg

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Frank
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